Deutsche Unternehmen
Viele Unternehmen bauen heute im Ausland Joint Ventures oder eigene Produktionsstätten auf, um neue Märkte zu erschließen. Neben Osteuropa sind zunehmend auch Länder wie Brasilien, Südafrika, China oder Indien interessant. Um ihre Investitionspläne zu verwirklichen, benötigen die Unternehmen Kapital - Kapital, das oft nicht ausreichend verfügbar ist. Hier setzt die Arbeit der DEG an. Sie stellt den Unternehmen langfristige Mittel zu Marktkonditionen zur Verfügung und bringt ihre jahrzehntelange Erfahrung mit Investitionen in Entwicklungs- und Transformationsländern ein.
Auf deutsche Unternehmen zugeschnittenes Finanzierungs- und Beratungsangebot
Die Gründung eines Produktionsstandortes fernab des vertrauten Marktes stellt gerade für mittelständische Unternehmen eine erhebliche Herausforderung dar - gerade, wenn es sich um einen Standort in einem Schwellen- oder Entwicklungsland handelt.
Für deutsche Unternehmen ist bei der DEG eine eigene Abteilung zuständig. Die DEG-Experten beraten Firmen bei der Risikoanalyse und der Projektentwicklung. Sie helfen bei der Planung und Strukturierung der Investitionsvorhaben, prüfen Businesspläne und unterstützen bei der Beurteilung lokaler Partner. Zusammen mit ihren Kunden identifizieren sie Lösungen zur Risikominimierung. Deutsche Auslandsinvestoren können so ein auf sie zugeschnittenes Angebotsspektrum nutzen, das ihren Bedürfnissen und den sich ändernden Märkten immer aktuell Rechnung trägt.
Das Angebot der DEG richtet sich an alle deutschen Unternehmen, insbesondere an den Mittelstand. Pro Vorhaben stellt sie in der Regel Finanzierungsbeträge mit einem Volumen von bis zu 25 Millionen Euro bereit. Auch kleinere Investitionen können mitfinanziert werden. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben entwicklungspolitisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll sind. Die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen dient dazu, die Expertise und Kraft der Privatwirtschaft als Motor für Entwicklung zu nutzen.
Zusätzlich führt die DEG Förderprogramme durch, mit denen dazu beigetragen wird, dass entwicklungspolitisch sinnvolle sowie klimaschutzrelevante Vorhaben von Unternehmen realisiert werden können. Auch für Machbarkeitsstudien zur Vorbereitung von konkreten Investitionsvorhaben in Entwicklungsländern kann die DEG bis zu 50 % der Kosten (maximal 200.000 Euro) übernehmen.
Neue Märkte erschließen: mit der DEG
Ein Beispiel ist die erste Auslandsinvestition der deutschen Schwenk Zement KG. Das Familienunternehmen errichtete in Namibia, rund 400 km nördlich von Windhoek, ein Zementwerk. In der entlegenen Region wird vor allem Landwirtschaft betrieben. Das Werk wird direkt 300 Menschen und indirekt weiteren 2.000 Arbeit geben. Da es in Namibia kein Zementwerk gab, musste der Baustoff zuvor komplett importiert werden. Für den geplanten Ausbau der Infrastruktur des Landes ist aber eine lokale Versorgung dringend notwendig.
Die DEG beriet den deutschen Mittelständler und arrangierte die für Ohorongo benötigte Fremdfinanzierung in Höhe von rund 132 Millionen Euro. Dazu stellte sie selbst ein langfristiges Darlehen über knapp 32 Millionen Euro bereit; Ko-Finanzierer sind die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Development Bank of Southern Africa (DBSA).
Richtfest für Ohorongo war im Februar 2010. Ein Jahr darauf konnte das Werk am 3. Februar 2011 eröffnet werden.