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Kaum eine Sportart ist so universell und völkerverbindend wie Fußball. Auf praktisch jedem Kontinent zählt das Spiel zu den populärsten Sportarten, mit mitfiebernden Fans jeder Alters- und Bildungsschicht, mit großen Emotionen und Geschichten. 2010 wird zum ersten Mal in Afrika die Weltmeisterschaft ausgetragen: Südafrika ist seit 11. Juni einen Monat lang Gastgeber des Turniers, an dem Mannschaften aus 32 Ländern teilnehmen. Die DEG ist seit 1994 mit einem Außenbüro vor Ort: Die Mitarbeiter in Johannesburg versprechen sich von der WM einiges für ihr Land.
Qualifizieren konnten sich neben 13 Fußballteams aus Europa sechs Mannschaften aus Afrika, fünf südamerikanische, vier asiatische, drei aus Mittel- oder Nordamerika und eine aus Ozeanien. In neun Städten finden Spiele statt: Johannesburg, Pretoria, Rustenburg und Nelspruit, in Polokwane, Bloemfontain, Durban, Kapstadt und Port Elizabeth.
Am 11. Juni startete die WM in Johannesburg mit dem Eröffnungsspiel, bei dem die „Bafana Bafana“ gegen Mexiko antritt. Mit einem Fußball, der Jabulani – „feiern“ – heißt und mit elf Farben die elf Sprachen und Stämme Südafrikas und die Spieler einer Fußballmannschaft symbolisiert.
Auch im DEG-Außenbüro in Johannesburg steigt jetzt die Spannung:

Das Team in Südafrika: Kimmy Moodley, Zubair Suliman, Sandra Sabrowsky, Jenny Hill, Thomas Dirda (KfW IPEX-Bank), Lynette le Roux und Außenbüroleiter Michael Fischer (v.l.n.r.)
Lynette le Roux: „Ich freue mich schon unglaublich darauf, dass ein weiterer Traum von Madiba wahr wird. Ich hoffe, dass die Weltmeisterschaft ähnlich wie der Rugby World Cup 1995 alle Südafrikaner vereinen wird! Und danach werden wir nicht nur gute Straßen haben, sondern auch wunderbare, lebenslange Erinnerungen an diese Zeit.“
Zubair Suliman: „Es ist toll, in Südafrika und Gastgeber der Weltmeisterschaft zu sein. Der „Hype“ nimmt zu und die kritische Berichterstattung aus Europa hat noch dazu beigetragen, dass hier alle daran mitwirken wollen, dass die WM ein Erfolg wird. Die Stadien sind wirklich unglaublich; Soccer City in Johannesburg – mit dem Spitznamen ‚Calabash’ (Kalebasse) – ist das größte, das je für eine Fußball-WM entstanden ist. Einige wurden übrigens von deutschen Architekten gebaut. Da hier die verschiedensten Kulturen leben, mit wirklich sportverrückten Fans und Gruppen, werden gerade Südafrika, Brasilien, Italien, Portugal, Deutschland und Spanien ordentlich angefeuert werden. Wir werden ein unglaubliches Turnier mit echt afrikanischer Note bieten.“
Michael Fischer: „Im ganzen Land ist drei Monate vor Beginn das „Fieber“ der Spiele zu spüren. Die Stadien sind fertig, die letzten Baumaßnahmen laufen und natürlich hoffen alle, dass „Bafana Bafana“ das Eröffungspiel gewinnt und zumindest in die zweite Runde kommt. Durch das Turnier kann das Land einen Monat lang zeigen, dass Südafrika in allen Belangen mithalten kann. Gerade der Ausbau der Infrastruktur, nicht zuletzt durch die Weltmeisterschaft, wird dem Land auch langfristig Wachstumsimpulse geben. Südafrika wird sich von seiner besten, kulturell vielfältigen Seite zeigen und ist bereit, die Fußballfans aus aller Welt zu empfangen.“
| Name: | Republik Südafrika |
|---|---|
| Regierungsform: | Parlamentarische Demokratie |
| Größe: | 1.219.912 km² |
| Bevölkerung: | 49 Millionen Einwohner |
| Hauptstadt: | Pretoria |
| 11 Landessprachen: | isi Zulu, isi Xhosa, Afrikaans, sePedi, English, seTswana, seSotho, xiTsonga, siSwati, tshiVenda, isi Ndebele |
| Nationalfeiertag: | 27. April (Jahrestag der ersten freien Wahlen 1994 nach Ende der Apartheid) |
| Populärste Sportarten: | Fußball, Rugby (Südafrika ist amtierender Weltmeister), Cricket |
| Nationalgerichte: | Bobotie (Auflauf mit Hackfleisch, Curry und Chutney), Braai (südafrikanische Form des Grillens) |
| Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: | 5.916 USD (2007) |
| Importe aus Deutschland: | 11,7 Mrd. EUR (2008) |
| Exporte nach Deutschland: | 8,2 Mrd. EUR (2008) |