DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH

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Public-Private-Partnerships (PPP)

Allianz für Baumwolle aus Afrika

Rund 20 Millionen Menschen leben in Sub-Sahara-Afrika von der Baumwolle. Trotz der guten Qualität der Baumwolle bereiten den Kleinbauern niedrige Weltmarktpreise, verzögerte Bezahlung und mangelnde Produktivität Probleme. Der Einsatz von Agrarchemikalien gefährdet zudem ihre Gesundheit. Die von der Otto-Gruppe 2005 initiierte Allianz '' Cotton made in Africa '' zielt darauf, die Verfügbarkeit hochwertiger Baumwolle aus Afrika dauerhaft sicherzustellen, die Einkommen der Kleinbauern zu sichern sowie Produktivität und Gesundheitsschutz zu verbessern. Dazu soll eine Nachfrageallianz von Textilhandelshäusern gebildet und soziale, ökologische und ökonomische Mindeststandards in der Baumwollproduktion eingeführt werden. Neben der Otto-Gruppe und der DEG engagieren sich die GTZ, das deutsche Textilunternehmen Tom Tailor, die Deutsche Welthungerhilfe, der WWF und Baumwollproduzenten aus Afrika. Die DEG unterstützt die Initiative mit PPP-Mitteln und bringt ihre Erfahrung mit Investitionen in Baumwollanbau und -verarbeitung ein. In Burkina Faso und Sambia sollen so in DEG-Partnerunternehmen Pilotprojekte zur Einführung von Mindeststandards durchgeführt werden.

Pflanzen-Extraktion in Ägypten

Ägypten gehört weltweit zu den wichtigsten Lieferanten für hochwertige Arzneipflanzen. Die lokale pharmazeutische Industrie nutzt diese Rohstoffe jedoch kaum. Die Firmen verwenden meist importierte Extrakte, statt auf die über 1000 einheimischen Pflanzenarten mit pharmazeutischen und kosmetischen Nutzungsmöglichkeiten zurückzugreifen.

Auch das deutsch-ägyptische Joint Venture ATOS verarbeitet bisher aus Europa importierte Extrakte zu Arzneimitteln. ATOS hat jetzt ein Pilotprojekt entwickelt. Versuchsweise werden Pflanzen angebaut, die besten Saat- und Erntezeiten erprobt und Extraktionsverfahren getestet. Das von der DEG geförderte PPP-Projekt eröffnet einerseits dem Unternehmen wertvolle Rohstoffquellen, andererseits leistet es einen Beitrag zu einer stärkeren Nutzung lokaler Ressourcen.


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