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Unternehmen praktisch jeder Größenordnung bauen heute im Ausland Joint Ventures oder eigene Produktionen auf. Neben Ländern wie Brasilien und Südafrika sind China, Indien oder auch Länder in Osteuropa interessant. Bei der DEG kümmert sich eine eigene Abteilung um deutsche Unternehmen und ihre Investitionsvorhaben. Sie berät bei der Projektentwicklung und der Risikoanalyse, prüft Businesspläne und stellt Material für die genaue Planung und Strukturierung von Vorhaben bereit. Sie unterstützt Unternehmen bei der Beurteilung lokaler Partner und informiert über zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit den Kunden bewertet sie das geplante Projekt und identifiziert Lösungen zur Risikominimierung. Dies ist vor allem für Kunden mit wenig Auslandserfahrung besonders wichtig. Deutschen Auslandsinvestoren steht so ein auf sie zugeschnittenes Instrumentarium zur Verfügung, das den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Märkten immer aktuell Rechnung trägt.
Ein Beispiel: die erste Auslandsinvestition der deutschen Schwenk Zement KG. Das Familienunternehmen baut in Namibia, rund 400 km nördlich von Windhoek, ein Zementwerk. In der entlegenen Region wird heute vor allem Landwirtschaft betrieben. Das Werk wird direkt 300 Menschen und indirekt weiteren 2.000 Arbeit geben. Zurzeit muss der in Namibia benötigte Zement komplett importiert werden, da es im Land kein Zementwerk gibt. Für den geplanten Ausbau der Infrastruktur des Landes ist aber eine lokale Versorgung dringend notwendig.
Ohorongo ist der erste ausländische Standort von Schwenk. Die DEG, die seit über 40 Jahren in Afrika aktiv ist, berät den Mittelständler bei diesem Schritt und arrangierte die benötigte Fremdfinanzierung in Höhe von rund 132 Millionen Euro. Dazu stellte sie selbst ein langfristiges Darlehen über knapp 32 Millionen Euro bereit, Ko-Finanzierer sind die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Development Bank of Southern Africa (DBSA). Schwenk setzt bei der Zementproduktion bevorzugt Sekundärrohstoffe und -Brennstoffe ein, um so ressourcenschonend wie möglich zu arbeiten. Dieser Ansatz soll auch in Afrika verfolgt werden: Gedacht wird daran, Buschpflanzen, so genannten „invader bush“, als Energieträger zu nutzen.
Das Richtfest für Ohorongo war am 4. Februar 2010; daran nahm neben dem namibischen Premierminister Nahas Angula und dem deutschen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, auch Bruno Wenn teil, der Sprecher der DEG-Geschäftsführung.
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